Panikstörung
Panikstörung ist eine Angststörung, die durch heftige, unerwartet auftretende Panikattacken gekennzeichnet ist. Symptome einer Panikattacke können Herzrasen, Atemnot, Schwitzen, Zittern und ein Gefühl des Kontrollverlusts sein. Dies kann das soziale und alltägliche Leben einer Person stark beeinträchtigen. Die genaue Ursache der Panikstörung ist zwar unbekannt, genetische Veranlagung, belastende Lebensereignisse und biochemische Ungleichgewichte zählen jedoch zu den Risikofaktoren. Regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung und Stressmanagement können den Behandlungsprozess unterstützen. Mit einer frühzeitigen psychologischen Behandlung und einer angemessenen Therapie können Betroffene die negativen Auswirkungen der Panikstörung reduzieren und eine höhere Lebensqualität erreichen.
Was ist eine Panikstörung?
Eine Panikstörung ist eine Angststörung, die durch das plötzliche Auftreten intensiver Angst oder Unbehagen gekennzeichnet ist. Sie äußert sich typischerweise in wiederkehrenden Panikattacken, die das Leben der Betroffenen stark beeinträchtigen. Während einer Panikattacke kann die betroffene Person glauben, die Kontrolle zu verlieren, eine Katastrophe zu erleben oder zu sterben. Körperliche Symptome wie Herzrasen, Schwitzen, Atemnot und Schwindel können ebenfalls auftreten. Panikstörungen beginnen oft im jungen Erwachsenenalter und können sowohl das Leben der Betroffenen als auch ihre sozialen Beziehungen erheblich beeinträchtigen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können helfen, die Erkrankung in den Griff zu bekommen.
Neben den Panikattacken selbst ist die Panikstörung eine chronische Erkrankung, die mit wiederkehrenden und unerwarteten Panikattacken einhergeht. Betroffene erleben nicht nur Panikattacken, sondern haben auch Angst vor neuen Attacken oder verändern ihr Verhalten aufgrund dieser Angst. Beispielsweise meiden sie möglicherweise bestimmte Orte oder Situationen, was ihre Lebensqualität negativ beeinflussen kann. Eine Panikstörung erzeugt einen anhaltenden Angstzustand, der die sozialen Beziehungen, die Arbeitsleistung und die allgemeine Gesundheit einer Person ernsthaft beeinträchtigen kann. Unbehandelt kann eine Panikstörung mit anderen Angststörungen wie Agoraphobie einhergehen und die Lebensqualität der Betroffenen weiter einschränken. Daher ist es wichtig, den Unterschied zwischen Panikattacken und einer Panikstörung zu verstehen und sich in geeignete Behandlung zu begeben.
Panikstörungen werden primär von Psychologen untersucht und behandelt. Allerdings können die körperlichen Symptome einer Panikstörung, wie Herzklopfen, Brustschmerzen, Atemnot und Schwindel, mit anderen Erkrankungen wie Herz- oder Schilddrüsenproblemen verwechselt werden. Daher kann es notwendig sein, einen Internisten oder Kardiologen zu konsultieren, um körperliche Ursachen auszuschließen. Findet sich nach den Untersuchungen keine körperliche Ursache, erstellt der Psychiater einen Behandlungsplan für die korrekte Diagnose und Therapie der Panikstörung.
Was sind die Symptome einer Panikstörung?
Die Symptome einer Panikstörung lassen sich in zwei Gruppen einteilen: körperliche und emotionale. Zu den körperlichen Symptomen gehören Herzklopfen, Brustschmerzen, Atemnot, Schwitzen, Schwindel und Übelkeit. Emotionale Symptome äußern sich in der Angst vor Kontrollverlust, starker Angst und dem Gefühl einer drohenden Katastrophe. Diese Symptome treten meist unerwartet auf und erreichen schnell ihren Höhepunkt. Manche Menschen leben nach einer Panikattacke in ständiger Angst und schränken ihren Alltag aus Furcht vor einer erneuten Attacke stark ein.
Symptome einer Panikstörung können im Folgenden aufgeführt werden:
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Herzklopfen oder schneller Herzschlag.
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Atemnot oder Erstickungsgefühl.
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Brustschmerzen oder Engegefühl in der Brust.
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Schwindel, Benommenheit oder Ohnmacht.
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Starkes Schwitzen.
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Zittern oder Schüttelfrost.
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Hitzewallungen oder Schüttelfrost.
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Übelkeit oder Bauchschmerzen.
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Taubheitsgefühl oder Kribbeln in Händen oder Füßen.
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Gefühl der Unwirklichkeit (Derealisation) oder Entfremdung von sich selbst (Depersonalisation).
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Todesangst oder Angst vor Kontrollverlust.
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Plötzliches Auftreten von Panik und Angst.
Situationen wie Gondelfahrten oder der Blick in die Tiefe können Angst auslösen, insbesondere bei Menschen mit spezifischen Phobien wie Höhenangst oder Klaustrophobie. Dies allein bedeutet jedoch nicht zwangsläufig eine Panikstörung. Treten in solchen Situationen plötzlich intensive Angst, Herzrasen, Atemnot und Schwitzen auf und werden diese Symptome unkontrollierbar, kann es sich um eine Panikattacke handeln. Für die DSM-5 Kriterien einer Panikstörung müssen diese Attacken jedoch wiederholt auftreten und die betroffene Person muss ihr Leben aufgrund der Angst vor einer weiteren Attacke stark einschränken. Solche Erlebnisse können zwar auf eine Panikattacke hindeuten, eine detaillierte Untersuchung durch einen Psychologen ist jedoch notwendig, um festzustellen, ob es sich um eine Panikstörung handelt.
Was verursacht Panikstörungen?
Die genauen Ursachen von Panikstörungen sind noch nicht vollständig erforscht. Man geht jedoch davon aus, dass sie durch ein Zusammenspiel biologischer, psychologischer und umweltbedingter Faktoren entstehen. Chemische Ungleichgewichte im Gehirn, genetische Veranlagung, belastende Lebensereignisse und traumatische Erlebnisse können bei der Entwicklung einer Panikstörung eine Rolle spielen. Eine familiäre Vorbelastung mit Panikstörungen kann das Risiko, selbst daran zu erkranken, erhöhen. Auch Substanzmissbrauch, Schlafstörungen und chronischer Stress zählen zu den möglichen Ursachen.
Mögliche Ursachen für Panikstörungen sind:
Genetische Veranlagung
Eine familiäre Vorbelastung mit Panikstörungen oder anderen Angststörungen kann das Risiko erhöhen.
Chemische Ungleichgewichte im Gehirn
Ein Ungleichgewicht von Botenstoffen im Gehirn wie Serotonin, Noradrenalin und GABA kann zu Panikattacken führen.
Belastende Lebensereignisse
Traumatische Ereignisse wie der Verlust eines geliebten Menschen, Scheidung, finanzielle Probleme oder einschneidende Veränderungen können eine Panikstörung auslösen.
Angstauslösende Erlebnisse
Angstauslösende Ereignisse wie ein Trauma oder ein schwerer Unfall können eine Panikstörung hervorrufen.
Sensibles Temperament
Eine zu Ängstlichkeit neigende Persönlichkeitsstruktur kann das Risiko einer Panikstörung erhöhen.
Körperliche Gesundheitsprobleme
Erkrankungen wie Herzkrankheiten, Schilddrüsenerkrankungen oder Atemwegserkrankungen können Panikattacken auslösen.
Substanzkonsum
Alkohol-, Koffein- oder Drogenkonsum kann zu Panikattacken führen.
Geringe Stresstoleranz
Menschen mit Schwierigkeiten im Umgang mit Stress sind möglicherweise anfälliger für Panikstörungen.
Kindheitstraumata
Negative Erfahrungen in der Kindheit, wie körperlicher oder seelischer Missbrauch, sind ein Risikofaktor für Panikstörungen.
Häufig gestellte Fragen zu Panikstörung
Was ist der Unterschied zwischen einer Panikstörung und einer Panikattacke?
Eine Panikattacke ist ein kurzzeitiger Zustand, der plötzlich mit intensiver Angst und körperlichen Symptomen beginnt. Eine Panikstörung hingegen ist eine chronische Erkrankung, die durch wiederkehrende Panikattacken und die damit verbundenen Ängste gekennzeichnet ist und das Leben der Betroffenen stark einschränkt.
Deutet die Angst vor Gondelfahrten oder Höhen auf eine Panikstörung hin?
Diese Ängste werden im Allgemeinen mit spezifischen Phobien in Verbindung gebracht. Treten jedoch in diesen Situationen Panikattacken auf, sollte die Möglichkeit einer Panikstörung in Betracht gezogen werden.
Was kann ich tun bei einer Panikattacke?
Während einer Panikattacke ist es wichtig, dass sich die betroffene Person auf ihre Atmung konzentriert, tief durchatmet und sich bewusst macht, dass dies vorübergehend ist. Nach Abklingen der Attacke sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden.
Kann eine Panikstörung vollständig geheilt werden?
Ja, eine Panikstörung kann mit geeigneten Behandlungs- und Therapiemethoden vollständig kontrolliert oder geheilt werden.
Wann sollte ich einen Psychologen aufsuchen?
Wenn Panikattacken wiederholt auftreten, wenn Sie Ihr Leben aus Angst vor einer weiteren Attacke einschränken oder wenn die Symptome so schwerwiegend sind, dass sie auf eine körperliche Erkrankung hindeuten.
Ist eine Panikstörung genetisch bedingt?
Eine familiäre Vorbelastung mit Panikstörungen oder Angststörungen kann eine genetische Veranlagung bedingen. Umweltfaktoren spielen jedoch ebenfalls eine wichtige Rolle.

